Rücken schonen im Alltag

Rücken schonen im Alltag – Schonung heißt dabei nicht, den Rücken in Watte zu packen und gar nicht zu beanspruchen. Bewegung ist nämlich ungemein wichtig, damit die Bandscheiben gut versorgt werden und die Wirbelsäule funktionstüchtig und stabil bleibt. Allerdings können viele Tätigkeiten, die Sie alltäglich ausüben, dem Rücken schaden. Worauf Sie im Alltag achten sollten, damit der Rücken möglichst lange gesund bleibt, erfahren Sie hier.

Das bisschen Haushalt ist doch kein (Rücken-)Problem:

Egal ob Bügeln, Kochen, Wäsche waschen oder Staubsaugen, Hausarbeit ist mit vielseitiger Bewegung und auch unterschiedlicher Belastung für die Wirbelsäule verbunden. Durch einseitige oder falsche Körperhaltung beim Heben und Tragen entstehen leicht Rückenschmerzen. Bei jeder Arbeit sollte der Rücken möglichst gerade bleiben. Statt sich zu bücken, gehen Sie lieber einmal mehr in die Knie, um die Bandscheiben zu entlasten. Das gilt auch für das Tragen von Getränkekisten oder Wäschekörben. Spannen Sie Beckenboden und Bauchmuskulatur an und heben Sie das Gewicht mit der Kraft Ihrer Beinmuskeln an. Tragen Sie die Last immer dicht am Körper. Bei Hausarbeiten, wie zum Beispiel Staubsaugen, Wischen oder Fegen, stellen Sie das Teleskoprohr so ein, dass Sie aufrecht stehen können. Die Höhe verschiedener Arbeitsflächen sollte ebenfalls auf Ihre Körpergröße angepasst werden. Beim Bügeln oder Kochen beträgt der Abstand zwischen Ellenbogen und Arbeitsfläche im Idealfall etwa 15 Zentimeter.

Mit den richtigen Gerätschaften gelingt es, den Rücken auch bei der Gartenarbeit zu schonen.
Eherpaar bei der rückenfreundlichen Gartenarbeit

Unterstützung bei der Gartenarbeit

Um den Rücken bei der Gartenarbeit zu schonen, brauchen Sie zunächst rückengerechte Gartengeräte. Das heißt bei Rechen, Harke und Co. auf einen ausreichend langen Stiel zu achten. So können Sie in aufrechter Haltung arbeiten und entlasten den Rücken. Außerdem sollte das gewählte Material nicht zu schwer sein. Lang andauernde Arbeiten in gebückter Haltung sind für die Rückenmuskulatur eine große Belastung. Wechseln Sie immer mal wieder Ihre Haltung und oder verrichten Sie, wenn möglich, die Arbeit im Sitzen oder auf den Knien. Dazu empfiehlt sich ein kleiner Hocker oder ein Kniepolster, um beispielsweise das Unkrautjäten angenehmer zu gestalten.

Rückenfreundlich schlafen: So geht´s

Nahezu ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Bett. Damit Schlaf zur Erholung für Körper und Rücken wird, gibt es einige Dinge zu beachten. Generell ist es gut, sich bei der Wahl von Bett, Lattenrost und Matratze im Fachgeschäft beraten zu lassen. Eine gute Matratze sollte punktelastisch sein. Das heißt, sie verteilt das Körpergewicht gleichmäßig und gibt dort nach, wo der Druck (Schultern, Hüfte) am höchsten ist. Geeignet sind Latex-, Schaumstoff- oder Taschenfederkernmatratzen, die zum eigenen Körpergewicht passen und weder zu hart noch zu weich sind.

Auch die Liegeposition hat Einfluss auf die Schlafqualität. Allerdings können wir nur die Einschlafposition selbst bestimmen, denn im Schlaf wechseln wir bis zu 60-mal die Haltung. Als ideale Schlafhaltung gilt die Seitenlage mit leicht gebeugten Knien, sie unterstützt die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Krümmung. Wer Probleme mit dem Rücken und insbesondere mit der Halswirbelsäule hat, sollte besser auf das Einschlafen in Bauchlage verzichten. Dadurch wird der Kopf unnötig stark verdreht.

Was hat die Wahl der richtigen Schuhe mit dem Rücken zu tun?

Würden wir die ganze Zeit barfuß laufen, ginge es unserem Rücken wahrscheinlich besser. Die Fußmuskulatur ist auch Stabilisator der tiefen Muskulatur, die den Rücken aufrichtet. Durch das Tragen von Schuhen geht ein Teil der Wahrnehmungsfähigkeit und Muskelbalance der Fußsohle verloren, was sich letztlich durch Rückenbeschwerden bemerkbar machen kann.

Harte und unelastische Schuhe, in denen der Fuß nicht richtig abrollt, sind ungeeignet. Für Frauen gilt: Der Absatz der Schuhe sollte nicht höher als drei Zentimeter sein. Alles, was darüber liegt, zwingt die Wirbelsäule ins Hohlkreuz. Das tut nicht nur den Füßen gut, sondern schadet auf Dauer der Wirbelsäule und führt zu Rückenschmerzen. Ein guter Schuh schenkt dem Fuß genügend Bewegungsfreiheit und Halt, damit er vor dem Umknicken geschützt ist.

Sie möchten Ihre Rücken im Alltag effektiv schonen. Lesen Sie hier mehr zu