Rückentipps fürs Büro

Rückentipp fürs Büro: Besprechungen können problemlos auch im Stehen abgehalten werden, um die Bandscheiben zu entlasten.
Rückentipps fürs Büro: Kollegen halten eine Besprechung im Stehen ab.

Sie arbeiten vorwiegend im Sitzen und Ihr Hauptarbeitsgerät sind Computer, Maus und Tastatur? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen. Allein in Deutschland gibt es 20 Millionen Arbeitsplätze am Bildschirm. Diese eher unnatürliche Haltung bleibt nicht ohne Folgen. Schmerzen können dabei fast überall entstehen. Von der Fingerspitze bis zum Kreuz wirken sich die immer wiederkehrenden, monotonen Bewegungen auf Muskeln, Sehnen, Nerven und Gelenke aus.

 

Den Schreibtisch „rückengesund“ gestalten

Immer wieder liest man von der Ergonomie am Arbeitsplatz. Was ist damit genau gemeint? Etwas umständlich ausgedrückt, versteht man darunter die Wissenschaft von der Gesetzmäßigkeit menschlicher bzw. automatisierter Arbeit. Einfacher: Die Ergonomie beschäftigt sich damit, wie das Zusammenspiel zwischen Arbeitsmittel und Mensch verbessert werden kann. Im Büroalltag zählen unter anderem Tisch, Bürostuhl, Telefon, Tastatur und Maus dazu. Doch wie werden diese alltäglichen Objekte aufeinander abgestimmt, damit der Rücken entlastet wird?

 

Fünf Rückentipps fürs Büro

1.       Einstellen der Tischhöhe

Bestenfalls verfügen Sie über einen Schreibtisch, der in der Höhe verstellt werden kann. Die optimale Arbeitshöhe liegt zwischen 68 und 76 cm. Sie sitzen richtig, wenn Oberschenkel und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, die Füße mit der ganzen Sohle entspannt auf dem Boden stehen und die Unterarme bequem auf dem Tisch liegen. Sollte der Tisch nicht verstellbar sein und die Füße nicht richtig auf den Boden aufliegen, empfiehlt sich eine rutschfeste Fußstütze, die in Höhe und Neigungswinkel verstellbar ist. 

 

2.       Richtig sitzen:

 

·         Sitzhöhe richtig einstellen

·         Arbeitsstuhl vollständig ausnutzen

·         Immer wieder aufrecht sitzen

·         Dynamisch sitzen mit Stuhlunterstützung (Rückenlehne bewegt sich mit und stützt)

·         Armlehnen, Fußstützen und Handballenauflagen nutzen

 

 

3.       Monitor aufstellen

Der ideale Abstand zwischen Augen und Bildschirm beträgt etwa 50 Zentimeter, manchmal auch etwas mehr. Dabei liegt der obere Bereich des Bildschirms in Augenhöhe. Der Kopf ist  leicht nach vorn und der Blick etwas nach unten geneigt. Den unteren Teil des Bildschirmes ziehen Sie ein wenig zu sich hin.

 

4.       Hilfsmittel für Tastatur und Maus

Wer viele Mausklicks am Tag tätigt und die Tastatur ständig benutzt, der braucht Entlastung für die Handgelenke und Finger. Dafür gibt es beispielsweise spezielle Handauflageflächen für Keyboard und Mauspad, die das Abknicken der Handgelenke verhindern. Auch die Maus oder das Keyboard selbst wird aus ergonomischen Gesichtspunkten immer weiter entwickelt. Die Maus muss außerdem zur Handgröße passen. Tastaturen in Flügelform oder eine ergonomische Tastenbelegung berücksichtigen die Physiologie der Hand. So müssen beispielsweise nur starke Finger häufig vorkommende Buchstaben tippen.

 

5.       Vieltelefonierer nutzen das Headset

Nicht nur die Nutzung von Computer, Maus und Keyboard können im Arbeitsalltag problematisch werden. Bei langen Telefonaten neigen viele den Kopf zur Seite. Es kommt zur Überdehnung der Bänder und Sehnen auf der Gegenseite. Nackenschmerzen und Kopfschmerzen sind mögliche Beschwerden. Um dem vorzubeugen, ist die Anschaffung und Nutzung eines Headsets ratsam.

 Auch andere Berufsgruppen sind Risikogruppen für Rückenschmerzen. Welche das sind erfahren Sie hier!