Einsamkeit: Seelischer Schmerz und Rückenschmerzen

Einsamkeit. Ein Gefühl, das viele Menschen belastet. Es tritt oft auf, wenn kürzlich einschneidende private Veränderungen stattgefunden haben, wie zum Beispiel ein Umzug, ein Jobwechsel oder eine Trennung. Dabei mangelt es einsamen Menschen nicht unbedingt an Kontakten mit anderen. Vielmehr fehlt ihnen das Gefühl, von den anderen auch wirklich beachtet und gebraucht zu werden. Dieser Mangel stellt für die Betroffenen einen großen Stressfaktor dar, der äußerst schlechte Auswirkungen auf den Rücken und die Rückenmuskulatur hat. Rückenschmerzen können die Folge von Einsamkeit sein.

Mann in Einsamkeit

Wie Einsamkeit den Körper und Rücken belastet

Wie jeder Stressfaktor belastet auch die Einsamkeit die körperliche Gesundheit. Das liegt daran, dass der Körper bei Stress die Hormone Cortisol und Adrenalin ausschüttet. Dadurch schlägt das Herz schneller, der Blutdruckt steigt und die Muskelaktivität wird erhöht. Was für den einst so wichtigen Fluchtreflex sinnvoll war, kann heutzutage auf Dauer zu Muskelverspannungen und starken Rückenschmerzen führen. Denn der Stress wird nicht – wie vorgesehen - ausreichend durch Bewegung abgebaut. Das zeigt sich vor allem in verspannten und verhärteten Muskeln. Mehr über die Auswirkungen von Stress auf den Rücken erfahren Sie hier.  Die seelische Belastung zeigt sich auch im äußeren Erscheinungsbild. Einsame Menschen versuchen intuitiv, sich vor Bedrohungen aus ihrer Umwelt zu schützen. Das zeigt sich auch in ihrer Körperhaltung: hochgezogene Schultern und eine gebeugte Haltung wirken, als wolle man sich einigeln. Die dauerhafte Fehlhaltung der oberen Wirbelsäule kann dabei verkrampfte Muskeln und Rückenschmerzen hervorrufen. Zudem ziehen sich einsame Menschen häufig zurück und sind kaum aktiv. Daraus kann ein Bewegungsmangel resultieren, der sich ebenfalls schädlich auf die Rückenmuskulatur auswirkt.

Abhilfe bei Rückenschmerzen und Einsamkeit

Leidet man unter Rückenschmerzen in Verbindung mit Einsamkeit, hilft es nichts, nur gegen die Rückenschmerzen etwas zu unternehmen. Zunächst muss der Stressauslöser – die Einsamkeit – erkannt und verarbeitet werden. Das ist ein Prozess, der einige Zeit und Energie in Anspruch nimmt und nicht von heute auf morgen zu bewältigen ist. Doch erst, wenn dieser wichtige Schritt gemacht ist, können sich auch die Rückenschmerzen verbessern. Um die bereits entstandenen Verkrampfungen der Rückenmuskulatur wieder zu lösen, gibt es verschiedene Techniken. Mehr Wissenswertes zum Thema Behandlung von Rückenschmerzen finden Sie hier.

Wege aus der Einsamkeit

Einsamkeit schleicht sich manchmal in das Leben ein, ohne dass man es bemerkt. Wieder neue Kontakte zu knüpfen ist meist nicht leicht. Diese Tipps können Ihnen auf dem Weg aus der Einsamkeit helfen:

  • Finden Sie zunächst heraus, woher das Gefühl der Einsamkeit stammen könnte. Liegt es vielleicht an zu wenigen Freunden? Oder empfinden Sie Ihre sozialen Bindungen als zu oberflächlich?
  • Lernen Sie sich selbst schätzen. Verwöhnen Sie sich zum Beispiel mit einem leckeren Essen, auch wenn Sie es allein genießen werden. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, alleine schönen Aktivitäten nachzugehen, wie etwa einem Café-Besuch. Ein positives Selbstwertgefühl nehmen auch andere Menschen wahr.
  • Werden Sie aktiv. Die Volkshochschule, Sportkurse, Vereine und Gesprächsgruppen sind nur eine Auswahl der Möglichkeiten.
  • Engagieren Sie sich sozial. Indem Sie anderen Menschen helfen, fühlen Sie sich gebraucht und wertgeschätzt. Außerdem können Sie dabei neue Kontakte knüpfen.

Wichtig ist bei allen Unternehmungen, sich nicht allzu passiv zu verhalten und aktiv nach zwischenmenschlichen Kontakten zu suchen. Das mag vor allem schüchternen Menschen schwerfallen. Doch es lohnt sich, über den eigenen Schatten zu springen. Aus der positiven Reaktion der Anderen lässt sich neues Selbstvertrauen schöpfen und das wiederum lässt einen offener auf andere Menschen zugehen.