Allgemeiner Fragen- und Anwortkatalog

1. Welche Patienten kommen für ein Diätmanagement mit Keltican® forte infrage?

Alle Patienten, bei denen eine Schädigung peripherer Nerven vorliegt. Solche Nervenschäden treten insbesondere bei Wirbelsäulen-Syndromen, Neuralgien und Polyneuropathien auf.

Typische Erkrankungen des peripheren Nervensystems und somit zum Diätmanagement mit Keltican® forte sinnvoll:

Neuralgien:

Trigeminusneuralgien
Neuralgien bei Herpes Zoster

Polyneuropathien:

langjähriger Diabetes mellitus
Chronischer Alkoholabusus

Wirbelsäulensyndrome:  

akut

Lumbago
Lumbo-Ischialgie
Bandscheibenvorfall
chronisch  Haltungsschäden
Verschleiß der Wirbelsäule Bandscheibenvorwölbung

2. Muss man Keltican® forte für die verschiedenen Anwendungsgebiete oder im Akutfall unterschiedlich dosieren?

Nein. Die Dosisempfehlung ist immer 1x1 Kapsel / Tag. Nur die Therapiedauer ist je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich lang.

3. Wie schnell setzt der Effekt von Keltican® forte ein?

Das hängt von der Grunderkrankung und dem Schweregrad bzw. der Dauer, wie lange die Erkrankung schon besteht, ab.

4. Wie lange muss der Patient Keltican® forte einnehmen?

Unsere Empfehlung:

  • Bei akuten Beschwerden mindestens 4 Wochen
  • Bei chronischen Beschwerden mindestens 8 Wochen

Bedenken Sie stets: Nervenregeneration benötigt Zeit und Geduld, deshalb sollte Keltican® forte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

5. Ist die Einnahmedauer begrenzt?

Nein. Aufgrund der guten Verträglichkeit kann Keltican® forte auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden bis hin zur Dauereinnahme.

Eine Einnahmepause zwischendurch ist nicht notwendig.

6. Was genau macht Keltican® forte am geschädigten Nerv?

Der nervenregenerierende Effekt ist dem Hauptnährstoff Uridinmonophosphat (UMP) zu verdanken. UMP unterstützt die Nervenreparatur auf zwei Wegen:

1)    UMP ist Bestandteil von Coenzymen und stimuliert die Synthese von wichtigen Membranbestandteilen (Phospholipide, Glykolipide, Glykoproteine).

2)    UMP ist Bestandteil der RNA und fördert die Proteinbiosynthese, welche eine ausreichende Enzymversorgung sicherstellt.

Die Kombination mit Vitamin B12 und Folsäure ist sinnvoll, da diese beiden Vitamine nachweislich wichtig für den Nervenstoffwechsel sind.

7. Was ist Uridinmonophosphat (UMP) und woraus wird es gewonnen?

UMP ist ein körpereigener Nährstoff und gehört zur Gruppe der Nukleotide, das sind Zellkernbausteine (kein B-Vitamin!). Der Zellkern enthält Ribonukleinsäure, ein Baustein davon ist Uridin (= Uracil + Ribose).
Geschädigte periphere Nerven haben während ihrer Regeneration einen erhöhten Bedarf an solchen Nukleotiden, da diese vom Organismus nur in begrenztem Maße zur Verfügung gestellt werden.

Das UMP in Keltican® forte wird aus Hefe-Kulturen gewonnen.

8. Wie sieht es mit der Verträglichkeit von Keltican® forte aus?

Keltican® forte ist gut verträglich und kann auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden bis hin zur Dauereinnahme.

Die  Kapselhülle besteht aus Cellulose (keine Gelatine) und enthält Minitabletten mit gut verträglichen Inhalts- und Hilfsstoffen. Konservierungsstoffe sind nicht enthalten.

9. Welcher Farbstoff ist mit E172 gemeint?

Zur Anfärbung wird der natürliche Farbstoff Eisenoxid (E172) verwendet, der in der Lebensmittelindustrie gebräuchlich ist.

10. Enthält Keltican® forte Lactose oder Gluten?

Nein, Keltican® forte ist lactose- und glutenfrei.

11. Enthält Keltican® forte Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs?

Nein, es ist vegan.

12. Kann Keltican® forte mit anderen Präparaten kombiniert werden?

Ja, man kann Keltican® forte mit allen Medikamenten kombinieren, es sind keine Unverträglichkeiten bekannt. Werden zusätzliche B-Vitamin-Präparate eingenommen, sollte die Einnahme mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker abgestimmt werden, um die tägliche Vitaminzufuhr den empfohlenen Tagesmengen anzupassen.

Des Weiteren ist darauf zu achten, dass Folsäure nicht zusammen mit verschiedenen Folsäure-Analoga (z.B. Methotrexat) eingenommen werden darf. Hier sollte eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

13. Was ist der Unterschied zwischen Keltican® forte und anderen Präparaten, die bei Wirbelsäulen-Syndromen, Neuralgien und Polyneuropathien eingesetzt werden?

Keltican® forte setzt direkt an der Ursache der Beschwerden – dem geschädigten Nerv – an und unterstützt die Nervenregeneration. Denn wie bei einem Stromkabel können auch beschädigte Nerven blank liegen und Beschwerden verursachen.

Viele andere Präparate haben diesen kausalen Ansatz nicht, sondern dienen der rein symptomatischen Therapie, welche durchaus sinnvoll ist, um z. B. die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses zu verhindern.

14. Ist Keltican® forte auch für Kinder und Jugendliche geeignet?

Keltican® forte ist für Erwachsene entwickelt worden. Die enthaltenen Nährstoffmengen entsprechen den empfohlenen Tagesdosierungen für Erwachsene.

15. Kann ich Uridinmonophosphat nicht mit einer bestimmten Diät ausgleichen?

Da Uridin ein Zellkernbaustein ist, ist es in allen pflanzlichen und tierischen Zellkernen enthalten. Jedoch gibt es keine spezielle UMP-Ernährung und auch keine mit UMP ausgewiesenen deklarierten Nahrungsmittel. Eine ernährungsmedizinische Unterstützung der Nervenregeneration ist derzeit nur mit Keltican® forte möglich.

16. Wird Keltican® forte von den Krankenkassen erstattet?

Da Keltican® forte kein Arzneimittel, sondern ein Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) ist, wird es in der Regel nicht von den Kassen (gesetzlich, privat) oder der Beihilfe erstattet, da Lebensmittel nicht im Leistungskatalog enthalten sind.