
Ein Schleudertrauma entsteht meist durch einen Auffahrunfall. Durch die ruckartige Vorwärts- und Rückwärtsbewegung beim Aufprall werden die Bänder im Nacken gewaltsam gedehnt. Sie schwellen an und verursachen Kopfschmerzen und Nackensteife. Früher wurde die Halswirbelsäule bei einem Schleudertrauma meist mit einer sogenannten "Schanzkrawatte", besser bekannt als "Halskrause" ruhiggestellt. Doch Studien haben ergeben, dass dies eher schadet als nützt. Denn Muskeln, die nicht benutzt werden, verhärten schon nach kurzer Zeit und werden unbeweglich. Der Aufbau der Muskeln im Anschluss daran ist ein langwieriger Prozess. Deshalb ist man dazu übergegangen, ein Schleudertrauma mit gezielter Physiotherapie und Haltungsübungen zu behandeln. Man empfiehlt ebenfalls, den Hals vom ersten Tag an zwar vorsichtig aber möglichst viel zu bewegen.