Strategien gegen Stress: Stress bewältigen

Was tun gegen Stress: Frau macht Yoga

Was tun gegen Stress? Sofortmaßnahmen und langfristige Lösungen

Auf die Frage, was Sie gegen Stress tun können, sei vorneweg gesagt, dass es kein Allheilmittel gegen Stress gibt. Jeder muss für sich herausfinden, wann er in Stress gerät und wie er damit besser umgehen kann. Hier finden Sie Tipps für sofort und wie man langfristig seine Einstellung gegenüber Stress ändern kann.

Bewährte Tipps gegen Stress

Sie sind mal wieder im Stress und überlegen, wie sie damit fertigwerden? Hier einige Tipps für die Akutsituation:

  • Kurze Pausen einlegen: Selbst, wenn Sie das Gefühl haben, die Zeit läuft davon.
  • Etwas Ungewöhnliches tun: So komisch es klingt, versuchen Sie sich abzureagieren, indem sie laut schreien.
  • Plan erstellen: Mit guter Planung ist die Situation vielleicht gar nicht mehr so stressig, wie sie zuvor war.
  • Andere um Hilfe bitten: Fragen Sie sich, wer Sie bei einer bestimmten Aufgabe unterstützen könnte und bitten Sie diese um Hilfe.
  • Sich untereinander austauschen: Manchmal hilft es schon, mit anderen über seine Probleme zu reden. Oft erhält man auch nützliche Hinweise aus dem Erfahrungsschatz anderer.
  • Zeit nehmen für schöne Dinge: Schalten Sie immer mal wieder ab durch Bewegung, Ablenkung (Freunde, Lesen), Urlaub planen oder Entspannungsübungen

Was tun gegen Stress? Stressverursacher analysieren und Stress bewältigen

Ob es zu einer Stressreaktion kommt oder nicht, läuft stark vereinfacht in den drei folgenden Schritten ab: Stressauslöser -> Eigene Wahrnehmung der Situation -> Stressreaktion ja oder nein An allen diesen Punkten kann man ansetzen, um Stress zu bewältigen. Ausschlaggebend ist vor allem die eigene Wahrnehmung. Sie entscheidet darüber, ob Sie den Stressauslöser als solchen bewerten und mit einer Stressreaktion reagieren oder nicht. Um den Stress genauer unter die Lupe zu nehmen und zu bewerten, helfen folgende Fragen:

  • Wann fühle ich mich gestresst, in welchen Situationen?
  • Worum geht es, was bereitet mir Sorgen?
  • Welche Personen sind an der Situation beteiligt?
  • Welche Rolle spiele ich dabei?
  • Was benötige ich, damit ich in dieser Situation weniger oder gar keinen Stress empfinde?

Eigene Wahrnehmung schärfen und anpassen

Aber was tun gegen Stress, wenn Sie an dem Stressauslöser selbst nichts ändern oder ihn nicht einfach abstellen können? Hier hilft es in erster Linie, seine eigene Haltung zu ändern. Vor allem auch dann, wenn die eigene Einstellung die Ursache von Stress ist. Erst, wenn Sie sich darüber bewusst werden, dass die eigenen Gedanken den Stress verursachen, können Sie umdenken und anders damit umgehen. Oft entsteht die Stresssituation aufgrund von Perfektionismus oder negativen Gedanken („das schaffe ich nie“ oder „ich kann es niemandem Recht machen“). Daher sollten Sie:

  • Eigene Einstellung überprüfen 
    Überprüfen Sie eine Situation, die Sie zuletzt als sehr stressig empfunden haben. Welche Befürchtungen hatten Sie, mit welchen Erwartungen sind Sie herangegangen? Waren Ihre Erwartungen zu hoch? Schauen Sie, wie andere Personen aus Ihrem Bekanntenkreis mit ganz ähnlichen Situationen umgehen oder sich verhalten. Können Sie daraus etwas lernen?
  • Gedanken verändern
    Versuchen Sie, in der nächsten Stresssituation mit anderen Gedanken an die Sache heranzugehen. Hatten Sie bisher eher negative Gedanken, kehren Sie sie ins Positive um. Ein kleines Beispiel: Aus einem „ich schaffe das nie“ und „ich darf mir keine Fehler erlauben“ machen Sie ein „ich werde es erst einmal probieren“ und „niemand ist perfekt“. Halten Sie sich Ihren neuen Gedankengang immer wieder bewusst vor Augen.
  • Am Verhalten arbeiten
    Halten Sie sich Ihren neuen Gedankengang immer wieder bewusst vor Augen und handeln Sie danach. Reagieren Sie nicht gleich enttäuscht, wenn die neue Herangehensweise nicht sofort funktioniert. Notieren Sie sich täglich jeden positiven Fortschritt, den Sie an sich beobachten. So können Sie sich leichter erinnern und ins Gedächtnis zurückholen. Das schafft zusätzlich ein positives Gefühl und hilft, nicht in alte Verhaltensmuster zurück zu rutschen.

Stress lässt sich natürlich trotzdem nicht immer vermeiden. Positivere Gedanken können ein Weg sein, um besser mit der Stresssituation umzugehen. Außerdem helfen weitere Methoden, um Stress abzubauen, wie beispielsweise Entspannungstechniken oder Sport. Manchmal hilft es auch schon, sich darüber bewusst zu werden, dass Stress zum Leben dazugehört. Schließlich kann Stress auch motivieren und antreiben, wenn er nicht als Dauerbelastung wahrgenommen wird.

Das Geheimnis aller Entspannungstechniken ist Konzentration. So können Sie sich von negativen Gedanken, also negativem Stress ablenken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und eine Strategie gegen Stress. Entscheiden Sie selbst, welches für Sie die geeignetste Methode ist.

Positives Denken
Autogenes Training
Muskelentspannung
Yoga-Übungen
Atemübungen
Körperwahrnehmungen