Stress am Arbeitsplatz immer häufiger Regel als Ausnahme

Frau mit Stress am Arbeitsplatz

Konkurrenz, Mobbing, lange Arbeitszeiten, immer verfügbar sein oder unangemessene Bezahlung; die Liste der Stressauslöser im Job ist lang. Leider ist Stress am Arbeitsplatz kein Einzelfall mehr. Eine Studie des Projekts Gesundheitsmonitor ergab unter anderem, dass jeder vierte Vollzeit-Beschäftigte in Deutschland ein Arbeitstempo vorlegt, das er langfristig selbst nicht durchzuhalten glaubt. Wie erkennen Sie, ob Sie bereits in der Stressspirale sind und was können Sie dagegen tun?

Was genau führt zu Stress am Arbeitsplatz?

Auslöser für Stress am Arbeitsplatz gibt es viele. Meist entstehen sie durch das jeweilige Arbeitsumfeld, die Arbeitsaufgaben, die Arbeitsorganisation und die sozialen Beziehungen. Hier sind einige Beispiele für Stressauslöser im Job:

  • Ungünstige Arbeitszeiten
  • Informationsflut von E-Mails, Telefonaten
  • fehlende Anerkennung, zu viel Kritik
  • Probleme mit dem Chef, Kollegen, Kunden
  • Unangemessene Bezahlung
  • Angst vor Arbeitsplatzverlust, Konkurrenz
  • Keine Aufstiegschancen
  • zu hohes Arbeitstempo, keine Pausen
  • Überforderung und Unterforderung
  • Mangelnde Unterstützung bei der Arbeit
  • Unklare Führung

Wie merke ich, dass mich die Arbeit stresst?

Ein paar Fragen können dabei helfen, herauszufinden, ob der Stress auf der Arbeit schon zu viel geworden ist:

  • Ist die Arbeit nicht mehr zu schaffen? Der Berg, der noch vor Ihnen liegt, führt zunehmend zur Frustration?
  • Fällt Ihnen das Aufstehen morgens schwer?
  • Sind Sie bei der Arbeit müde und unkonzentriert?
  • Reagieren Sie anderen gegenüber gereizt oder sind Sie streitsüchtig?
  • Gibt es auf der Arbeit keine Erfolgserlebnisse mehr?
  • Lachen Sie weniger als sonst?
  • Sind Sie in letzter Zeit häufig krank?

Haben Sie mehrere Fragen mit „ja“ beantwortet, ist es wahrscheinlich, dass Ihnen der Stress am Arbeitsplatz bereits zusetzt. Höchste Zeit an Ihrer aktuellen Situation etwas zu ändern, um den Stress zu bewältigen.

Wertvolle Tipps gegen den Arbeitsstress

Das Gespräch und Hilfe suchen: Es gibt verschiedene Ansatzpunkte, um dem Stress auf der Arbeit zu begegnen. Je nachdem was der Stressauslöser ist, kann es hilfreich sein, mit den Kollegen oder dem Chef über die aktuelle Problematik zu sprechen. Können Sie Aufgaben verteilen oder sich zusätzliche Kenntnisse aneignen, um den Aufgaben besser gewachsen zu sein? Hilft eine andere Tagesstruktur bei der Bewältigung der Aufgaben?

Arbeitspläne und To-Do-Listen für mehr Struktur und Gelassenheit: Manche Menschen brauchen einen ganz durchorganisierten Tag, andere brauchen durchstrukturierte Zeiten mit ungeplanten Zeiten im Wechsel. Wenn Sie sich selbst einen Arbeitsplan erstellen, lernen Sie mit der Zeit Ihre Kräfte richtig einzuteilen und bekommen Sicherheit beim Ablauf alltäglicher Arbeitsaufgaben. Ganz wichtig dabei ist, dass Sie sich nicht zu viel vornehmen und Zeitpuffer einbauen. Je mehr Sie auf Ihrer To-Do-Liste abgearbeitet haben, desto zufriedener werden Sie und desto besser können Sie mit Stress am Arbeitsplatz umgehen.

Wichtige Aufgaben von unwichtigeren trennen: Konzentrieren Sie sich bei Ihren Aufgaben immer auf das Wesentliche. Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht mit unstrukturiertem Arbeiten, wenn Sie etwa von Ihrem Plan abweichen und stattdessen das tun, was Ihnen mehr Spaß macht. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass Sie wichtige Aufgaben nicht vor sich herschieben. Falls Sie sich doch dabei ertappen, von Ihrem Plan abzuweichen, hat das meist einen triftigen Grund. Versuchen Sie herauszufinden, woran das liegt. Rufen Sie sich in Erinnerung, dass es besser ist, manche Dinge sofort zu erledigen, um nicht noch mehr Kraft in den vorliegenden Arbeitsberg investieren zu müssen.