Die Psyche und deren Auswirkungen auf den Körper

Sich über etwas den Kopf zerbrechen, einen Kloß im Hals haben, sich etwas zu Herzen nehmen - diese Redewendungen beschreiben gut den Zusammenhang zwischen Psyche (auch Seele oder Seelenleben) und Körper. Dabei können Gedanken und Gefühle Auswirkungen auf den Körper haben und verschiedene Symptome auslösen. Probleme, Ängste und Sorgen können sich dann tatsächlich auf bestimmte Organe im Körper niederschlagen und sich beispielsweise durch psychisch ausgelöste Rückenschmerzen zeigen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von psychosomatischen Beschwerden oder Erkrankungen.

Faszinierendes Zusammenspiel von Psyche und Körper

Frau sitzt im Wald: Psyche und deren Auswirkungen auf den Körper

Platon (griechischer Philosoph 427-347 v.Chr.) beschrieb es einst so: „Dies ist der größte Fehler bei der Behandlung von Krankheiten, dass es Ärzte für den Körper und Ärzte für die Seele gibt, wo doch beides nicht voneinander getrennt werden kann.“ Platon hatte schon damals damit ausgedrückt, was auch noch heute gilt: Die Psyche und der Körper beeinflussen sich gegenseitig. Dies bedeutet nicht nur, dass die Psyche Auswirkungen auf den Körper hat, sondern dass es auch umgekehrt sein kann, dass der Körper Einfluss auf das Seelenleben nimmt. Nicht jedem ist bewusst, dass auch organische Störungen zu psychischen Problemen führen können. Selbst Ärzte denken nicht immer gleich daran, dass seelische Probleme sich in körperlichen Symptomen zeigen, genauso wenig gehen manche Psychotherapeuten davon aus, dass körperliche Ursachen hinter psychischen Verhaltensweisen stecken können. Beispiele für körperliche Vorgänge, die sich auf die Psyche auswirken, sind beispielsweise ein Mangel oder eine Überversorgung an Vitaminen. Auch Stoffwechselstörungen, die zum Beispiel durch eine Schilddrüsenunterfunktion oder Schilddrüsenüberfunktion verursacht werden, zählen dazu.

Wie sich die Psyche auf die körperliche Gesundheit auswirkt

Was ist nun aber wichtig für die Psyche, damit der Körper stabil, stressresistent und letzten Endes gesund bleibt? Ganz wichtig dabei ist die eigene Einstellung. Sie können für sich selbst einmal folgende Fragen beantworten:

  • Fühlen Sie sich in Ihrer Haut wohl?
  • Haben Sie das Gefühl, Ihr Leben selbst in der Hand zu haben?
  • Können Sie über sich selbst lachen?
  • Hat Ihr Leben einen Sinn?
  • Sind Sie mit sich und Ihrer Umwelt zufrieden?

Je mehr Fragen Sie mit ja beantworten können, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie weniger krank sind und im Krankheitsfall schneller wieder gesund werden. Wer häufiger zu einem „nein“ tendiert, der kann an einer positiven Lebenseinstellung arbeiten, um psychisch stabiler zu werden. Sie haben schon längere Zeit Rückenschmerzen und vermuten, dass Ihre Psyche Auswirkungen auf den Körper hat? Hier erhalten Sie wertvolle Tipps zum positiven Denken.

Haltung ändern: Vom Pessimisten zum Optimisten

Mit einer optimistischen Einstellung leben Sie gesünder als mit einer pessimistischen. Dass sich Optimismus positiv auf die Psyche und somit auf Krankheiten auswirkt, konnte bereits nachgewiesen werden. Ein Beispiel: Optimistische Patienten nach einer Herzoperation (Bypassoperation) erholen sich besser und kommen schneller in den gewohnten Alltag zurück als pessimistische. Daher ist es wichtig, dem Leben einen Sinn zu geben, eine positive Grundeinstellung anzunehmen und das Leben mit Humor zu nehmen beziehungsweise Spaß an den täglichen Dingen des Lebens zu haben. So werden Sie die positiven Auswirkungen auf den Körper umgehend spüren.

Tipps für Psyche und Körper

Um die Psyche und den Körper gesund zu erhalten, hilft es, dem Stress im Alltag so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. Viel Bewegung an frischer Luft, Entspannungsübungen (zum Beispiel Autogenes Training, Yoga) und kleine Auszeiten vom Alltag sorgen für den nötigen Ausgleich und halten Psyche und Körper im Gleichgewicht. Sollte doch alles zu viel werden und Sie sich nicht ausreichend mit Familie und Freunden austauschen können, suchen Sie sich professionelle Hilfe. Scheuen Sie sich nicht, einen Psychotherapeuten zu Rate zu ziehen.