Positives Denken

Positives Denken wirkt sich nachhaltig auf uns aus.
Positives Denken: Mann trägt seine freudig lachende Freundin auf dem Rücken.

Der französische Apotheker Émile Coué erfand vor etwa 100 Jahren eine Art "Zauberformel", um seine Kunden auch ohne Salben oder Tabletten gesund machen zu können.

Seine Lehre basiert dabei auf zwei Annahmen:

  • Nicht der Wille ist die bedeutsamste Kraft in uns, sondern die Einbildungskraft. Jede positive Vorstellung in uns ist bestrebt, Wirklichkeit zu werden.
  • Jeder Kranke sollte sich den Satz „Es geht mir von Tag zu Tag in jeder Hinsicht immer besser!" vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen 20- bis 30-mal leise vorsagen. Mit großem Erfolg: Viele Patienten kurierten sich so von jahrelangen Beschwerden selbst.

Positives Denken versetzt Berge und Schmerzen – oder nicht?

Doch ist diese „Formel“ des französischen Apothekers so leicht anwendbar und funktioniert sie wirklich? Können Rückenschmerzen allein durch die Vorstellungskraft und das positive Denken verschwinden? Ganz so leicht ist es sicher nicht. Aber: Mit Hilfe von positiven Gedanken und dem Glauben an die eigene Kraft kann das eigene Schmerzerleben günstig beeinflusst werden. Dazu gehört es auch, den Schmerz zu akzeptieren und ihn als nichts Bedrohliches wahrzunehmen.

Schmerzen annehmen, um nicht vereinnahmt zu werden?

Techniken, die im Rahmen einer Schmerzpsychotherapie erlernt werden können, sind unter anderem die sogenannten Achtsamkeitsübungen. Patienten lernen hierbei, den aktuellen Moment so anzunehmen, wie er ist und bewusst zu erleben. Sorgen über die Vergangenheit und Zukunft geraten in den Hintergrund und werden durch positive Gedanken verdrängt. Ziel ist es, Möglichkeiten zu finden, nicht vom Schmerz „zerfressen“ oder vereinnahmt zu werden und weiterhin aktiv am Leben teilzunehmen.

Tipps für positives Denken bei Rückenschmerzen:

  • Kämpfen Sie nicht ständig gegen den Schmerz an. Versuchen Sie, sich mit Dingen, die Ihnen Freude machen, abzulenken wie: ein spannendes Buch lesen, einem Hobby nachgehen, einen Spaziergang an der frischen Luft machen, die Sonne genießen, mit den Kindern spielen. Der Schmerz rückt ein wenig in den Hintergrund und Sie können gelassener mit ihm umgehen.
  • Entspannung beispielsweise durch autogenes Training, ein Vollbad oder das Hören der Lieblingsmusik, sorgt nicht nur für positive Stimmung und Gedanken, sondern lockert auch die Muskulatur. Das wirkt sich günstig auf die Schmerzen aus.
  • Führen Sie ein Tagebuch, in dem Sie vorwiegend schöne Ereignisse notieren, wie beispielsweise Ihren letzten Konzertbesuch, eine Begegnung mit einem lieben Menschen oder eine lustige Geschichte aus dem Alltag. Das hilft, positive Gedanken festzuhalten und jederzeit griffbereit in Erinnerung zu rufen.
  • Suchen Sie Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten. Möglichkeiten dazu finden Sie bei zahlreichen Selbsthilfegruppen (Beispiel: http://schmerzliga.de/selbsthilfegruppen.html) im Internet. Das hilft, die Schmerzen besser zu akzeptieren und zu verarbeiten.

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