Ursachen von Stress: Welche Stressauslöser gibt es?

Konflikte als Ursache von Stress

Wenn von Stress die Rede ist, wird häufig auch von Stressoren, den stressauslösenden Faktoren gesprochen. Diese können sich sowohl positiv als auch negativ auf den Körper auswirken. Es können bestimmte Lebensereignisse, aber auch kurzfristig auftauchende, alltägliche Situationen sein. Alles, was als unangenehm, bedrohlich oder nicht zu bewältigen, erscheint, kann als Ursache von Stress gewertet werden.

Einteilung verschiedener Stressoren

Die unterschiedlichen Stressauslöser können grob in drei verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Dazu zählen:

  • Physische Stressoren wie Lärm, Hitze, Kälte, Temperaturschwankungen, Luftdruckänderungen, Hunger, Krankheiten, Verletzungen, schwere körperliche Arbeit, langes Autofahren, Reizüberflutung.
  • Psychische Stressoren wie Versagensängste, Überforderung, Fremdbestimmung, Zeitmangel, Hetze, Kontrollverlust.
  • Soziale Stressoren wie Konflikte, Isolation, ungebetener Besuch, Mobbing, Arbeitsplatzverlust, Verluste durch Tod eines Angehörigen (Partner, Eltern, Geschwister, Kinder), Trennung oder Scheidung vom Partner.

Nun führt nicht jede genannte Ursache von Stress bei jedem Menschen zur Stressreaktion. Ob ein Stressauslöser als solcher empfunden wird, hängt unter anderem vom Geschlecht, Alter, den eigenen Erfahrungen und auch von der jeweiligen Situation ab. So kann in einem Moment ein Reiz als angenehm empfunden und im nächsten als negativ eingestuft werden. Das ist dann der Fall, wenn dieser zur falschen Zeit, zu intensiv oder unvorhergesehen auftaucht. Zum Beispiel freuen Sie sich in einem Moment auf die bevorstehende, eigene Geburtstagsfeier und sind im nächsten Moment gestresst, weil Sie noch so viel vorbereiten müssen und fürchten, nicht alles in dem selbstgesteckten Zeitrahmen zu schaffen. Auch wenn Sie sowieso schon angespannt sind und viel um die Ohren haben, kann eine sonst eher harmlose Situation zur Überforderung und Stress führen.

Ursachen von Stress lassen sich nie ganz vermeiden

Am besten wäre es, gar keinen Stressauslösern zu begegnen. Das scheint in unserer heutigen Zeit nahezu unmöglich. Doch keine Sorge: Für Stress wie für viele andere Dinge gilt: Nur die Dosis macht das Gift. Dabei machen die Häufigkeit, Vielfalt, Dauer und Stärke von Stress die Dosis aus. Ganz zentral bei der Stressbewertung ist die Beurteilung der jeweiligen Situation. Übersteigt der Stress die eigenen Kräfte, wird er als sehr belastend empfunden (sogenannter Disstress). Wird dagegen davon ausgegangen, die Situation souverän meistern zu können, wird der Stress positiv gewertet (sogenannter Eustress) und hilft bei der Bewältigung der Aufgabe. Hier erfahren Sie mehr über die einzelnen Stressarten und welche Auswirkungen diese haben.