Ursachen von psychosomatischen Rückenschmerzen

Leider ist es nicht immer ganz so einfach, die genaue Ursache für langanhaltende Rückenschmerzen herauszufinden. Bei den meisten Rückenschmerzpatienten wird kein körperlicher Grund für die bestehenden Beschwerden gefunden. Dann handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen, zu denen auch die psychosomatischen Rückenschmerzen zählen. Um zu verstehen, warum psychische Ursachen der Grund für Schmerzen sein können, ist es wichtig, den Einfluss der Psyche auf den Körper  zu kennen.

Schmerz lass nach – Rückenschmerzen durch Stress?

Wenn psychosomatische Rückenschmerzen durch Stress entstehen, treffen immer mehrere Faktoren zusammen. Stress schadet vor allem dann, wenn er längere Zeit andauert und man sich geistig überfordert fühlt. Die Daueranspannung hat Auswirkungen auf alle Bereiche des Körpers, auch auf unseren Rücken. Muskeln in Rücken und Schultern verspannen und beginnen deswegen zu schmerzen. Die direkte Folge dieser Rückenschmerzen ist meist eine Schonhaltung, um den vorhandenen Schmerz zu mindern. Doch dadurch wird das Gegenteil bewirkt: Neue Rückenschmerzen werden begünstigt, denn durch die Fehlhaltung werden andere Muskelgruppen gefördert und ebenfalls überlastet. Den Teufelskreis aus Fehlhaltung, Muskelverspannung und Schmerz gilt es schnell zu durchbrechen, damit die Schmerzen nicht chronisch werden. Wissen aus dem Mittelalter: Schon die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen (1098-1179) ging davon aus, dass Probleme mit dem Rücken, ein Signal des Körpers auf seelische Konflikte ist. Sie war überzeugt, Rückenschmerzen mit Mitteln zu beheben, die für die Seele reinigend wirken. Daher verordnete sie ihren Patienten unter anderem Fastenkuren, Gebete und forderte sie dazu auf, Reue zu zeigen.

Zu viel Arbeit als Ursache für psychosomatische Ursachen

Ursachen, die zu Stress und Überforderung führen

Dass Stress zur inneren Anspannung führt und daraus psychosomatische Rückenschmerzen entstehen können, ist uns mittlerweile bekannt. Doch welche Ursachen führen zu Stress und Überforderung? Häufig resultiert der Stress aus Problemen des alltäglichen Lebens. Das können Konflikte in Beruf und Familie, überhöhter Leistungsdruck in der Schule oder bei der Arbeit, sowie die generelle Angst vor dem Versagen sein. Natürlich können auch einschneidende Lebenskrisen (Trauer, Trennung, Arbeitsverlust) eine schmerzauslösende Wirkung haben.

Regeneration und Ausgleich: Die beste Vorbeugung von Schmerzen

Dauern Ausnahmesituationen zu lange an, oder kehren häufig wieder, kann sich das negativ auf die Gesundheit auswirken und zu Rückenschmerzen führen. Um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, sich nach besonders stressigen Phasen ausreichend Zeit für die Erholung zu gönnen. Entspannungsübungen oder rückenfreundlicher Sport schaffen einen guten Ausgleich in anstrengenden Lebensphasen. Am besten ist es natürlich, gar keinen negativen Stress aufkommen zu lassen und die Ursachen für psychosomatische Rückenschmerzen ganz abzustellen. Da das nicht immer möglich ist, kann es sinnvoll sein, sich mit stressabbauenden Methoden zu beschäftigen.