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Wärme und Kälte

Mit Wärme therapiert man zum Beispiel chronische oder stressbedingte Rückenbeschwerden. Eine warme Dusche oder ein warmes Bad tragen ebenso wie Wärmekissen und manche Einreibungen dazu bei, die verkrampfte Muskulatur zu lockern und die Schmerzen zu lindern. Durch die Wärme werden die Blutgefäße erweitert, dadurch wird der erwärmte Bereich besser durchblutet, was die körpereigene Abwehr mobilisiert.  Durch eine gezielte Wärmebehandlung ist eine Reduzierung der Schmerzmitteldosis möglich, in einigen Fällen kann dadurch sogar ganz auf Medikamente verzichtet werden.

Für Menschen mit chronischen Rückenschmerzen wirkt beispielsweise ein regelmäßiger Gang in die Sauna oft wahre Wunder. Durch das Saunieren wird der Stoffwechsel aktiviert und der Körper entschlackt. Zudem kann man hervorragend entspannen, sich  vom Alltag erholen und Stress abbauen.

Mithilfe von Fangopackungen oder Heißluftbestrahlungen wird die Muskulatur vor Massagen erwärmt. Dies ist vor allem bei starken Verspannungen ratsam. Doch die Fangopackung kann noch mehr: Laboranalysen haben ergeben, dass Fango auch entzündliche Prozesse abmildern kann. Besteht er zum Beispiel aus organischem bzw. "gereiftem" Mineralschlamm, wie er aus den italienischen Kurorten Abano oder Montegrotto gewonnen wird, enthält er die von Mikroorganismen gebildete entzündungshemmende "Glykolipide".

Insbesondere bei Entzündungen kann eine Behandlung mit Kälte, die sogenannte Kryotherapie, sinnvoll sein. Kühle Moorpackungen, Alkoholumschläge, Beblasen mit kalter Luft oder ein Aufenthalt in der Kältekammer wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. In einigen Kliniken wird eine spezielle Kaltlufttherapie angeboten. Hierbei wird eiskalte Luft oder gasförmiger Stickstoff mit einem Schlauch für kurze Zeit auf den entzündeten Bereich gerichtet.

Das Geheimnis der Kältetherapie: Durch die Behandlung wird die Schmerzweiterleitung an den Nervenenden blockiert - dies hat einen ähnlichen Effekt wie eine Betäubung. Außerdem ziehen sich durch die Kälte die Blutgefäße zusammen und die Durchblutung wird geringer. Der Stoffwechsel wird verlangsamt und Entzündungsreaktionen gemildert.